.illius » and the heart's still beating
 
keine wahl

Life's to short to be
Living with regrets
Ich wünschte mir, ich hätte mich damals anders entschieden. Die Ängste wären anders, keine Gedanken um baldigen Tod. Keine Angst, sie allein zu lassen. "Dieses Jahr noch" - und dann ist es vorbei. "Dieses Jahr noch" hoffentlich. Ich kann nicht mehr aussteigen, ich muss da durch, doch ich weiß noch nicht wie. Ich kann nicht jedes Mal abhauen, ich muss. Ich weiß im Inneren auch, dass es mich nicht umbringen wird, aber es könnte. Das macht mir Angst. Nicht Angst um mich, doch ich will nicht sterben. Ich will sie nicht alleine lassen. Ich kann sie nicht alleine lassen. Deswegen habe ich Angst vor dem Tod.
Ich weiß, es könnte täglich passieren. Auf der Straße, vor der Haustür. Beim eigenen Pferd, abends beim Müll rausbringen. Ich weiß das. Doch ich weiß auch um das Risiko dieses Berufs. Ich weiß darum.
Es ist nur dieser Stall, und es sind beinahe nur diese Pferde. Der Kontrollverlust. Die Panik - was nun?
Ich würde so gerne die Zeit zurück drehen
Ich kann gerade an nichts anderes denken, doch ich würde so gerne. Ich kann es nicht ändern, doch es will nicht aus meinem Kopf. Vielleicht deswegen - weil ich es nicht ändern kann.

Vielleicht wird es ganz anders und ich komme mit der Situation besser klar? Ich weiß nicht, warum es bei mir so ist, wie es ist. Doch die Änderung bezweifle ich. Es ist eine meiner wenigen großen Ängste, das verschwindet nicht. Möglicherweise komm ich auch zu den braveren Pferden - kontrollierbarer? Denn, meinem vorherigen Wunschdenken zum Trotz: Ich kann nicht immer fehlen. Manchmal, ja. Ein paar Mal. Doch nicht dauernd. 
Manchmal, nur manchmal will ich dominieren. Da will ich zuschlagen, bevor ich geschlagen werde. Da kommt der Mut, der sonst immer so klar ersichtlich ist, doch dann kommt meine Angst, und der Mut ist weg.
Hätte ich das Gefühl, dass sei genau das, was ich machen will, für den Rest meines Lebens, dann wäre meine Einstellung vielleicht eine andere. Scheiß drauf oder so. Doch es ist nicht so. Ich weiß nicht, ob ich es will. Doch so, wie es jetzt ist, will ich es nicht.
Nur noch ein Jahr
Und nun das Fazit: Abwarten. Ich hasse es so sehr. 
Denn das war es, was ich das letzte Jahr getan habe. Abwarten, hoffen, das große Glück wenn die zwei Stunden in der Woche überstanden waren, ein paar Tage normal, bevor ich mich wieder davor fürchtete. Zwei Stürze. Zwei harmlose Stürze hatte ich im letzten Jahr. Doch die Angst ist viel, viel größer.

Ein Kumpel, Rennreiter, sagte mir, sobald die Angst da ist, sollte man aufhören. Doch das kann ich nicht. Nicht jetzt. Nicht hier. Ich muss.
Ich muss.
Ich habe keine Wahl.
12.9.09 21:32
 


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